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Gruppenunfallversicherung sichert auch private Schäden ab

Wer außerhalb seiner beruflichen Tätigkeit verunglückt, erhält keine Leistungen von der Berufsgenossenschaft. Dennoch haben Agrarbetriebe die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter auch für den Fall eines privaten Unfalls wirksam zu versichern, wie dieses Beispiel aus unserer Praxis zeigt:

© Kurt Michel / www.pixelio.de

Ein 45-jähriger Traktorist wurde durch einen Unfall, der sich in seiner Freizeit ereignete, arbeitsunfähig und ist seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. Von der Berufsgenossenschaft erhielt er kein Geld, aber die Gruppenunfallversicherung seines Arbeitgebers zahle ihm über 200.000 Euro.

Was war geschehen? Der Traktorist wollte die Dachrinne seines Einfamilienhauses reinigen. Deshalb stieg er auf einer Leiter drei Meter nach oben. Plötzlich kippte die Leiter, und der Traktorist stürzte auf den Pflastersteinboden. Dabei erlitt er schwere Verletzungen an der Hüfte und am Oberkörper.  Noch während der Behandlung im Krankenhaus stellte sich heraus, dass der Traktorist dauerhaft behindert sein wird und seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Von der Berufsgenossenschaft erhielt der Verunfallte keine Leistung, da sich der Unfall weder am Arbeitplatz noch auf dem direkten Weg zur Arbeit ereignete. Doch die Agrargenossenschaft, bei der er vor seinem Unfall arbeitete, hatte eine Gruppenunfallversicherung für ihre Mitarbeiter abgeschlossen. Diese erbrachte eine Leistung, da in der Versicherung auch Unfälle außerhalb der beruflichen Tätigkeit versichert sind.

Der Traktorist erhielt eine Invaliditätsleistung in Höhe von 192.000 Euro. Für den 92-tägigen Krankenhausaufenthalt leistet die Unfallversicherung 1.380 Euro und ein Genesungsgeld in gleicher Höhe. Außerdem wurden ihm die für den Umbau der Wohnung entstandenen Kosten in Höhe von 11.500 Euro erstattet. Insgesamt sind das 206.260 Euro Versicherungsleistung.

Für diesen Versicherungsschutz hatte die Agrargenossenschaft im Monat einen Beitrag von weniger als zehn Euro an die Versicherung gezahlt. Dieses Beispiel zeigt, dass eine Gruppenunfallversicherung notwendig und günstig zugleich ist.

Dass eine Unfallversicherung sinnvoll ist, beweisen auch die statistischen Erhebungen zu Arbeitsunfällen mit Leitern. Das TBV-Journal veröffentliche in einem Artikel der Ausgabe 3/2011 eine Statistik, aus der hervorgeht, dass sich allein in der Landwirtschaft und im Gartenbau in Deutschland jährlich 4.500 Unfälle mit Leitern ereignen, 50 dieser Unfälle endeten tödlich.

Um solche Unfälle zu vermeiden, empfehlen wir die Leiter:

  • vorher auf Stabilität zu überprüfen
  • zu sichern, damit sich diese nicht drehen oder wegrutschen kann (beispielsweise durch Spitzen oder Gummifüße)
  • in einem geeigneten Winkel aufzustellen
  • von einem Kollegen festhalten zu lassen

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Kommentare

  1. Miriam 13. September 2011

    Wir machen die Erfahrung, dass sich eigentlich niemand so richtig für Gruppenversicherungen interessiert.

    • Josephine Halama 14. September 2011

      Hallo Miriam,

      bei unseren Kunden ist das Produkt durchaus gefragt. Dies hat verschiedene Gründe, wie zum Beispiel die zusätzlichen Leistungen im Vergleich zur Berufsgenossenschaft oder auch die günstigen Prämien.
      Der meiner Meinung nach entscheidende Grund ist, dass wir mit Kunden der Landwirtschaft zusammenarbeiten.
      In dieser Branche ist das Unfallrisiko natürlich höher als in anderen Branchen. Unseren Kunden ist dies bewusst und so nehmen sie diese zusätzliche Absicherung für ihre Mitarbeiter gern an.

      Freundliche Grüße, Josephine Halama

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