Mähdrescher sind besonders gefährdet
In vielen Teilen Deutschlands hat die Ernte begonnen, und die ersten Mähdrescher sind auf den Feldern im Einsatz. Mähdrescher sind empfindliche Maschinen, die leicht Schaden nehmen können. Oft wird es dann für den Landwirt sehr teuer. Wir sagen Ihnen hier, welche Schäden häufig auftreten und wie sie vermieden werden können.
Mähdrescher sind während der Ernte einer hohen Belastung ausgesetzt. Häufig kommt es zu Ausfällen, vor allem bei der sensiblen Technik, wie die folgenden Beispiele aus unserer Versicherungspraxis zeigen.
Technischer Defekt
Beim Transport des Mähdrescher meldete ein Claas Lexion plötzlich einen Fehler; die Maschine stoppte sofort. In der Werkstatt wurde festgestellt, dass das Getriebe des Motorabtriebs defekt war und die Hydraulikpumpen nicht mehr angetrieben wurden. Die Schadenhöhe betrug 7.200 Euro.
Im folgenden Beispiel war der Schaden weit größer. Ein Landwirt hatte seinen Mähdrescher am Abend abgestellt. Kurz danach ging die Maschine wegen eines technischen Defekts in Flammen auf. Das Feuer breitete sich sehr schnell aus, und selbst die Feuerwehr konnte den Brand nicht mehr eindämmen. Der Schaden – fast 300.000 Euro – wurde von der Inhaltsversicherung des Kunden bezahlt und zeigt deutlich, wie wichtig die Versicherung der teuren Maschinen ist. Durch eine bessere Wartung hätte der Schaden vielleicht verhindert werden können. Um einen noch größeren Schaden zu vermeiden, sollten stets Feuerlöscher mitgeführt und auf dem Betriebsgelände bereitgestellt werden. Um im Fall eines Brandes ein Übergreifen des Feuers zu verhindern, sollten Maschinen nicht direkt nebeneinander und nicht in der Nähe von brennbaren Stoffen wie Heu abgestellt werden.
Fremdkörpereinzug
Die mit Abstand meisten Schäden entstehen dadurch, dass Fremdkörper in den Mähdrescher gelangen. Meist handelt es sich dabei um Steine, aber auch verlorene Teile von anderen Betriebsmaschinen oder -geräten, wie beispielsweise ein Grubberschar, geraten häufig in die Mähdrescher. In vielen Landwirtschaftsbetrieben werden die großen Steine vom Feld gesammelt. Dies verhindert vermutlich viele Einzelschäden, jedoch kommen durch Bodenbearbeitung und Niederschläge immer wieder neue Steine zum Vorschein, die dann Schäden verursachen. Mit einem solchen Schaden, dessen Höhe schnell bei 10.000 Euro liegt, sollte daher jederzeit gerechnet werden.
Besonders ärgerlich sind die Schäden, die entstehen, weil andere Leute ihren Hausmüll, Reifen, Bauschutt oder anderen Unrat auf den Feldern entsorgen. Oft kann der Fahrer des Mähdreschers den Müll nicht sehen, und so werden auch große Teile aufgenommen, die dann in der Maschine viele Bauteile zerstören. Schäden im fünfstelligen Eurobereich sind in diesen Fällen keine Seltenheit.
Die Müllschäden entstehen meist auf Feldern, die sich neben einer Landstraße befinden. Um die Beschädigung an den Erntemaschinen zu verhindern, bleibt den Landwirten nur die Möglichkeit, nach dem Müll Ausschau zu halten und diesen zu entsorgen. Für die Kosten dieser Entsorgung muss der Landwirt, dem das Feld gehört, dann auch noch selbst aufkommen.
Bedienungsfehler
Viele Schäden ereignen sich auch durch Bedienungsfehler. Natürlich werden die Mähdrescher in den meisten Betrieben nur von den erfahrensten Mitarbeitern benutzt, aber auch diese können Fehler machen. Schäden von mehreren tausend Euro stellen in diesen Fällen keine Seltenheit dar.
Für die Schäden durch Bedienfehler, Fremdkörper oder wie im ersten Beispiel des technischen Defektes leistet die Maschinenversicherung. Diese Schäden zeigen, wie wichtig die richtige Absicherung eines Mähdreschers ist. Sollten Sie dazu nähere Informationen oder ein Angebot wünschen, beraten wir Sie gern.







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